Medienkomposition und Angewandte Musik

Erste Diplomprüfung

Die erste Diplomprüfung setzt sich aus den Lehrveranstaltungsprüfungen in sämtlichen Pflichtfächern des ersten Studienabschnittes und der kommissionellen ersten Diplomprüfung zusammen. Voraussetzung für die Zulassung zur kommissionellen ersten Diplomprüfung ist der erfolgreiche Abschluss sämtlicher Lehrveranstaltungen des ersten Studienabschnitts.

Prüfungsgegenstände der kommissionellen ersten Diplomprüfung sind:

1. Historische Satztechniken
schriftlich:
Vierstimmige Motette im Stil des 16. Jahrhunderts oder dreistimmige Barockfuge über ein gegebenes Thema
Harmonisierung einer gegebenen Choralmelodie im vierstimmigen Satz des 17./18. Jahrhunderts
mündlich:
Modulation am Klavier
Generalbass

2. Analyse
schriftlich:
Analyse eines kammermusikalischen Werkes der Wiener Klassik oder Frühromantik (z.B. Mozart, Haydn, Beethoven oder Schubert)
mündlich:
Analyse eines Werkes einer anderen Zeitepoche nach einer etwa 1stündigen Vorbereitungszeit. Dem Kandidat werden zur Auswahl drei Stücke aus verschiedenen Stilrichtungen vorgegeben.

3. Grundlagen selbständigen Kompositorischen/musiktheoretischen Arbeitens
Vorlage von mindestens zwei kompositorischen Arbeiten
Gespräch über die vorgelegten Arbeiten und/oder
Vorlage von mindestens zwei musiktheoretischen Arbeiten
Gespräch über die vorgelegten Arbeiten

Die freie Wahlmöglichkeit bezüglich der Studienzweige wird durch das Platzangebot eingeschränkt, die Eignung für den gewünschten Studienzweig wird im Rahmen der ersten Diplomprüfung überprüft.



Zweite Diplomprüfung - Medienkomposition
und Angewandte Musik


Die zweite Diplomprüfung setzt sich aus den Lehrveranstaltungsprüfungen in sämtlichen Pflichtfächern des zweiten Studienabschnittes und der kommissionellen zweiten Diplomprüfung zusammen.
Voraussetzung für die Zulassung zur kommissionellen zweiten Diplomprüfung ist der erfolgreiche Abschluss sämtlicher Lehrveranstaltungen des zweiten Studienabschnitts für den Studienzweig Medienkomposition und Angewandte Musik.

Der Kandidat hat dem Diplomprüfungssenat 6 Werke - je ein Werk aus den nachstehenden Sparten - vorzulegen:
1. Komposition für einen Film oder die Folge einer TV-Serie
2. Komposition für ein Theaterstück, Musiktheater oder eine Multimedia-Produktion
3. Komposition von 4 Werbespots (2 instrumental, 2 vokal) oder ein 4-teiliges Sound-Design (Rundfunk oder TV) bestehend aus Haupt- und Programm-Signation, Hintergrundmusik, Klangbrücken oder Jingles
4. Komposition für Big Band
5. Werk Kammermusik
6. Werk für großes Orchester
oder Orchester mit Solo-Instrument(en) oder Gesang
oder Orchester mit Chor (mit oder ohne Solisten)

Von den Kompositionen 1-3 soll zumindest eine Produktion elektroakustisch realisiert sein.

Die 2. Diplomprüfung besteht aus folgenden Teilen:

1. Interne Diplomprüfung
Vorlage der künstlerischen Diplomarbeit. Diese Diplomarbeit ist ein Monat vor dem ersten Prüfungsteil vorzulegen.
Analytischer Vortrag (ca. 20 Minuten) über aktuelle Kompositionsthemen mit besonderer Berücksichtigung der Musik in den Medien. Anschließend werden Fragen an den Kandidaten gestellt. Das Vortragsthema darf nicht mit dem Thema der schriftlichen Arbeit identisch sein.
Selbstporträt als Komponist (ca. 30 Minuten) und Gespräch mit der Prüfungskommission ( u.a. Lehrende der LV "Medienkomposition und Angewandte Musik", "Jazztheorie und Arrangement" sowie "Studiotechnik für Medienkomposition")

2. Öffentliche Diplomprüfung
Ein öffentliches Abschlusskonzert mit adäquater klanglicher Realisierung eines oder mehrerer Werken des Kandidaten

Nach erfolgreich absolvierter 2. Diplomprüfung schließen Sie das Studium mit dem akademischen Grad "Mag. art." ab.